WAZ / NRZ: 21.11.2011 / Lokales

 

GUTE ALTE ZEIT - SCHÖNE NEUE WELT

 

Die Theater-Kids feiern mit ihrem neuen Stück Premiere. Jugendliche haben bei den Probenarbeiten viel Spaß. Weitere Aufführungen geplant.

 

"Wir müssen manchmal sogar Pausen machen, weil wir uns vor Lachen nicht mehr einkriegen", erzählt Barbara Winter, Leiterin der Theaterkids, von den Proben. Ein Gruppe von mittlerweile 18 bis 20 Kindern und Jugendlichen studiert jährlich ein Theaterstück für Gleichaltrige ein. Jetzt feierte ihr aktuelles Stück "Gute alte Zeit - schöne neue Welt" von Christina Jonke Premiere.

 

Es spielt in der Zukunft, im Jahr 2050. Eva Berger (Lisa Martmann) zieht zu ihrer Tochter Marilyn (Kim Blomberg) und deren Töchtern, wo sie mit einer völlig unbekannten Welt konfrontiert wird. Virtuelle Schule, Videotelefonie und selbst Theater- und Arztbesuche via Bildschirm. Soziale Kontakte gibt es nicht, Freunde sind gar verboten.

 

Ermutigung zum Ungehorsam

 

Doch davon lässt sich Oma nicht abschrecken. Sie ermutigt ihre Enkelinnen endlich Freunde zum Spielen einzuladen. Kaum sitzen alle gemeinsam am Tisch und spielen "Mensch ärgere dich nicht", meldet sich prompt die Polizei und verlangt die Papiere der Kinder. Ein Glück, dass es soweit noch nicht gekommen ist. Im wahren Leben können Jana Bruns und Antonia Maros (Rollen: Gerti und Frieda Berger) natürlich noch aus dem Haus, Freunde treffen und vor allem Theater spielen. Von Anfang an sind sie bei den Theater-Kids dabei, seit 2006. Antonia ist mit ihren zehn Jahren die Jüngste. Das Lernen der Texte fällt ihr aber nicht schwer.

 

Wer mitspielen will, ist willkommen

 

Die Proben, die seit März laufen, seien keinesfalls anstrengend, sondern machen allen Beteiligten viel Spaß. Manch ein Versprecher gebe Anlass zum Lachen. Neu in der Gruppe ist Sandra Dobrzynski. Nachdem sie ein Stück bei den Theater-Kids gesehen hatte, wollte sie unbedingt mitspielen. Das ist übrigens für theaterbegeisterte Kinder und Jugendliche jederzeit möglich.

 

 

Von Melanie Schäfer